Samstag, 18. Oktober 2014

16. bis 18.10. Istanbul-Impressionen


Do 16.10.
Heute konnten wir mit dem Istanbul-Touri-Programm starten. Naja, gestern sind wir schon auf dem großen Basar gewesen. Also zunächst nach Sultanahmed mit unserer Straßenbahn T1. Inzwischen wissen wir ja auch, wie das mit der Istanbulcard funktioniert. Und dann in die Hagia Sofia (mit Müzekart, damit wir schneller hereinkommen). Anschließend zum Topkapipalast. Eine gute Sicht von oben hatten wir dann von der Dachterrasse des Cafés "Seven Hills". Und abends wollten wir ins Bachkonzert in die katholische Kirche in der Istikal Cadessi beim Taksimplatz. Aber 120 TL pro Karte war uns zu teuer. So sind wir dort nur herum gelaufen, haben ein bisschen eingekauft und sind dann wieder nach Hause.

Fr 17.10.
Heute wollten wir mit der Besichtigung der Blauen Moschee beginnen. Aber sie war erst ab 14:30 für Besucher geöffnet. Also zuerst in die Zisterne unter der Erde, auch in der Nähe der Hagia Sofia in Sultanahmet. War nett beleuchtet und recht beeindruckend, dort durch zu gehen und die zwei Säulen mit verdrehten Medusaköpfen zu sehen und natürlich die anderen 334. Hatte gerade vor kurzem einen Istanbulkrimi gesehen, in dem eine Frau in der Zisterne erdolcht worden war und auf dem Bauch im Wasser dort lag. Die dicken Karpfen, die heute im Wasser zu sehen waren, kamen im Film nicht vor.
Nächste Station war das Museum für Islamische Wissenschaften, in dem sich nicht so viele Touristen einfinden. Die Exponate waren u.a. auch in deutsch beschrieben, was das ganze interessanter machte, vor allem die astrologischen Messgeräte, die z.T. im Original in Museum in anderen Städten (Kassel, Dresden, London, Paris oder Chicago) zu finden sind. Oder Modelle von Moscheen, Krankenhäusern und Sternwarten aus der arabischen Welt. 
Da sich vor der Blauen Moschee eine lange Touristenschlange gebildet hatte, verzichteten wir darauf und gingen stattdessen in Richtung Wasser, um dann die Brücke über das Goldene Horn zu Fuss zu überqueren und dann auf den Galataturm zu steigen, von wo aus man einen wunderschönen Blick über ganz Istanbul hat. War aber auch recht voll. Naja, man muss halt dann auch mal Schlange stehen. Und oben gönnten wir uns nach dem ersten Rundgang im Café ein leckeres teures Stück Kuchen und Capuccino mit toller Aussicht. Dann machte Bernd noch einen zweiten Rundgang, um den Sonnenuntergang ohne Fensterscheibe zu knipsen.
 
Sa 18.10.
Letzter Tag Müzekarte, also zum Archäologischen Museum, das auch wirklich sehr umfangreich war: Altorientalisches, Ägyptische Mumien, Material aus Troja und Ephesus...
Danach besuchten wir noch eine frei zugängliche Galerie neben dem Hypodrom, aßen Mittag, waren noch kurz auf dem großen Basar und sind dann nach Hause zum Nachmittagskaffee mit leckeren Kuchenstückchen.

16. 10.2014
Bis hierher sind es Bilder der Hagia Sofia





                                                                        Topkapi Palast


 Teilaspekte des Topkapi Palast

17.10.2014
























                                                           Istanbuler Zisterne

Theresia auf dem Galata Turm im Hintergrund  die Hagia Sopfia



                                               Istanbul in den Abendstunden

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Di und Mi 14. und 15.10. Zwei Tage am Hafen von Istanbul

Wir sollten morgens um 9 am Hafen sein. Das hieß, uns um 8 mit dem Auto auf den Weg machen. Es sind zwar nur 34 km, aber bei dem Verkehr hier weiß man ja nicht wie schnell man durchkommt. Und tatsächlich waren wir genau um 9 erst da. Trafen dort den Kontaktmann unseres Spediteurs, der leider kein Englisch sprach und der uns mit dem Auto zu einem Warteplatz führte. Wir räumten noch die letzten Kleinigkeiten im Wagen zusammen und dann hieß es Warten. Da es nicht so richtig warm war und außerhalb des Autos nicht ansprechend, blieben wir im Auto sitzen. Zwischendurch brachte uns ein Arbeiter einen Tee, aber ansonsten passierte nicht viel. Als sich nach zwei Stunden immer noch nichts getan hatte, riefen wir den Spediteur an, um nachzufragen. Er erklärte uns, dass der Container erst in 30 Minuten bereit sei. Kurz darauf wies man uns den Weg zum Container und Bernd fuhr rückwärts herein. Da er schlank ist, kam er auch durch die Fahrertür  wieder heraus.

 Dann musste die Batterie noch abgeklemmt werden, damit es keinen Kurzschluss während der Überfahrt gibt. 
Klappe zu und ab die Post
ganz oben in der Mitte
Nun wurde uns mitgeteilt, dass wir noch bis 4 Uhr beim Zollgebäude warten sollten, um unsere Papiere entgegenzunehmen. Da ich Hunger hatte (wir hatten morgens im Apartment nur schnell Kaffee getrunken), gingen wir einfach in die Betriebskantine und aßen Mittag. Und dann warteten wir wieder. Um vier kam dann der Typ und erzählte uns, wir sollten am nächsten Tag noch einmal wiederkommen. Grrrrrr


Er setzte uns in ein Taxi, mit dem wir zum Flughafen fuhren, der auf halber Strecke zu unserer Unterkunft lag. Wir hatten gesehen, dass wir von dort die Metro nehmen können. Damit und mit der Straßenbahn gelangten wir dann völlig erschöpft zum Apartment. 
Am nächsten Morgen nochmal zum Hafen. Diesmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zwei Mitfahrer halfen uns sehr nett, den richtigen Weg zu finden, denn ein Metrobus fährt noch näher an den Hafen, so dass wir nur ein kurzes Stück mit dem Taxi fahren mussten. Waren aber erst um 11 verabredet. Und wieder verbrachten wir die meiste Zeit am Hafen mit Warten (hatten uns schlauerweise diesmal etwas zu lesen mitgenommen). Der Container war inzwischen schon verplombt, musste aber noch einmal geöffnet werden, weil sie vergessen hatten, die Fahrgestellnummer zu überprüfen. Und bis wir die Papiere in der Hand hatten, war es halb drei. Es ging aber wieder erst dann schneller, als Bernd unseren Spediteur angerufen hatte. Das Schiff startet erst nächste Woche und wird dann am 5. oder 6. November in Mumbai eintreffen. So sind wir jetzt über drei Wochen ohne Auto.Ohhh plärrr.


Sa 11.10. Istanbul

Seit Donnerstag sind wir wieder in Istanbul.
Bis heute mittag waren wir in einem Hostel in Beyoglu in der Nähe des Taksim-Platzes.
Wir hatten dort ein schönes Zimmer mit zwei Terrassen und Gemeinschaftsdusche und -küche. Sehr sauber, hatte erst im Juli aufgemacht. Tolle Lage, denn man war sehr schnell in der Istikal Caddesi, der Haupt-Einkaufsstraße, in der auch die Straßenbahn fährt.
 
 
Und von dort ist es nicht weit zum Galata -Turm, um den herum es viele Musik-Geschäfte gibt, und wo abends das Leben tobt. Der einzige Nachteil der Unterkunft (neben dem Preis) war, dass nebenan ein Lokal war, von dem bis morgens um 5 Techno-Beats herüberdrangen. Und um 6 machte sich der Muezzin bemerkbar, aber der begleitet uns ja schon seitdem wir in der Türkei sind. Die Besitzerin war sehr bemüht, hat den Preis etwas reduziert, aber für zwei Wochen war es uns doch zu teuer, so dass wir seit heute bis zum 22.10. ein Apartment in Fatih auf der westlichen Seite des Goldenen Horns haben.
  Für den 23.10. morgens um 1 haben wir unseren Flug nach Indien gebucht. Das Auto bringen wir in drei Tagen zum Zoll am Hafen, von wo aus es im Container untergebracht wird, um dann eine Woche später seine Reise per Frachter anzutreten. 
Also erstmal Entspannung in Istanbul.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Mi 8.10. von Inebolu in Richtung Istanbul

Allgemeiner Zustandsbericht auf Wunsch einer einzelnen jungen Dame. 

Bernd: die Hüften schmerzen, wenn ich auf der jeweiligen Seite liege.
Mein Kreuz macht Aua beim Stehen, beim Gehen und beim Sitzen. Aber wenn man alles in gewissen Abständen kombiniert, ist alles in Ordnung. Bei der vorletzten Bergbesteigung habe ich mir den Fuß ein bißchen angestoßen und es kamen 2 Tropfen Blut. Aber sonst geht's mir sehr gut.
ein Minaret paßt in jede Ecke
Theresia: klagt über Rücken, aber nichts ernstes. Dann gab's mal eine Entzündung, die vom Arm in die Schulter gewandert ist, aber die Körperpolizei funktionierte ganz gut. 
Exzentrische Blüten am Wegesrand
Auto: von außen sieht Screely aus, als sei er gerade aus der Jauchegrube gekommen. Innen machen wir ihn jeden Tag nach dem Frühstück sauber.
Allerdings lahmt er, glaube ich, ein bisschen auf dem rechten vorderen Reifen (ich glaub, der Stoßdämpfer muss getauscht werden). Aber sonst schnurrt er wie ein kleines Kätzchen, das gerade eine Tasse mit Milch stibitzt hat.
Der Wagen sieht ein bißchen mitgenommen aus

Also uns geht's allen gut!  

Di 7.10. Letzte Etappe an der Schwarzmeerküste

Wir wollten! Nach 20 km war das "Wollten" zu Ende. 
Die Küstenstraße schien uns als die schönere Route. Auf unserer Maps.Me-Karte wurde die Strecke mit einer weißen Landstraße gekennzeichnet. Doch irgendwann war die Straße nur noch für Extrem-Wanderer weiter zu benutzen. Siehe Clip

Also Retour. Hin war schon nicht einfach, aber obwohl wir die Strecke schon kannten, waren einige Matschkurven mit anschießender 45 Grad Steigung schon eine Herausforderung an Fahrer und Fahrzeug. Dieser kleine Ausflug hat dann auch so an die 3 Stunden gedauert. Danach mussten wir uns erst einmal bei einem Kaffee und einem Hamburger für Theresia (und Portze Pommes für Bernd) stärken. Also ab auf die von unserer Mutti* (die uns eine andere Route vorgeschlagen hatte) bevorzugte Route.
Theresia hat heute noch einmal im Schwarzen Meer gebadet (geschätzte Temperatur von 7 Grad). So gegen 17:00 Uhr haben wir dann eine kleine Bucht gefunden, an der das Meer die ganze Nacht über sehr starke und laute Geräusche (Wellenbewegungen über dicken Steinen) gemacht hat.

*Mutti ist unsere Navi-Sprecherin

Mo 6.10. Sinop

Der Tag fing gut an. In Sinop, der nördlichsten Stadt der Türkei, die wir nach 90 km erreichten, gab es erst mal ein leckeres Frühstück in einer Konditorei, die von einem ehemaligen Gastarbeiter betrieben wurde. Wir hatten im Reiseführer gelesen, dass es von hier aus eine Fähre nach Istanbul gibt, aber niemand, weder am Hafen noch in Reisebüros, wusste etwas davon und die Touri-Info existiert wohl nur im Sommer. So gaben wir dieses Vorhaben auf, kauften Obst und Brot und besuchten erstmal den nördlichsten Punkt der Türkei, ince burun.

 Auf dem Weg dorthin, musste ich doch mal die Füße ins Schwarze Meer stecken. 


Dann hatten wir den Hinweis auf ein Wasserfall-Gebiet in der Nähe bekommen. Mittlerweile hatte es leider angefangen zu regnen. So war der steile lange Weg vom Parkplatz dort sehr glitschig. Zum Glück hatten wir unsere Wanderschuhe an, aber es war dennoch sehr anstrengend, und wir haben ja schon durchaus schönere Wasserfälle gesehen.

Dort in der Nähe übernachtet. Vorher Abendbrot mit frisch gekaufter Marmelade.

So 5.10. Samsun

Wir sind doch nur eine Nacht geblieben, weil das Hotel nicht so schön war und wir gestern Abend vergeblich ein Restaurant gesucht haben. Falsche Gegend und außerdem Feiertag.
Erreichten am frühen Nachmittag Samsun, auch eine größere Stadt am Schwarzen Meer. Das Wetter war ganz gut. Also gingen wir ein bisschen durch die Straßen, tranken einen Cappuccino (ist hier eher selten zu bekommen). Und als wir dann weiter schlenderten, wurden wir (mal wieder) auf deutsch angesprochen. Von einem Typen, der uns dann zwei Stunden lang seine Stadt zeigte und vieles erzählte. 
Für ihn waren wir Gelegenheit, sein Deutsch zu praktizieren, und wir freuten uns über einen privaten Stadtführer, mit dem wir auch politische Themen besprechen konnten. Natürlich konnte er so gut Deutsch, weil er mal dort, vorwiegend in Brandenburg, gelebt hatte. Am frühen Abend, noch im Hellen, fuhren wir weiter, zuerst noch an die Strandpromenade im westlichen Teil von Samsun, die viele, aber scheinbar teure Restaurants vorzuweisen hatte. Also weiter, um ein günstiges Esslokal zu finden. Unsere Suche endete an einer Tankstelle, an der wir übernachten wollten und mit Tee und sehr freundlich und interessiert aufgenommen wurden, obwohl es sprachlich nicht ganz einfach war. Zum Abendbrot begnügten wir uns dann mit Chips und Salzmandeln.