Montag, 29. September 2014

23. - 26.9. Southeastern Anatolia

We were not quite sure if it was a good idea to travel along the border to Syria. Would it be safe enough? The Turkish people we asked told us that there would not be any problems for us on the Turkish side of the border. As Germans we would not be bothered. In the 1990s there had been lots of trouble with the Kurdish population and the PKK. Then tourists were advised not to visit that region, but since then things have changed. The Turkish government seems to do a lot to make the region flourish, building dams on the Euphrates, building roads and trying to preserve the regional historic culture.
For this region I decided to better observe the clothing rules of not showing too much skin. We didn't see any woman wearing a short skirt or showing her legs, even young schoolgirls were wearing black stockings.
There are lots of interesting places in this land of Euphrates and Tigris, many places that we know from the bible. So we visited Tarsus, where St.Paul was born as Saulus. And accidently when we came to the church named after him there was just at that time a catholic service held by German people from Bonn.
In Gaziantep we visited the world's greatest Mosaic Museum, where mosaics from the antique city of Zeugma are exhibited. One day later we visited the archaeological site where people are still working on finding and preserving new old mosaics. 
Along the road we now and then passed traffic controls, but the officers were always very friendly and never wanted to see any of our papers when they recognized us as Germans, one of them even gave us two apples.
In some cities there are Syrian quarters and signs in Syrian writing. But we didn't see any riots. We didn't go right next to the Syrian border. We were told that the refugees are living all over the country, in different cities. 

Samstag, 27. September 2014

Do 25.9. Zeugma Ausgrabungsstätte

Haben gestern die 10000 km überschritten.
Wir gucken mal, was von Zeugma noch zu sehen ist.
Wir sind auf einer Ausgrabungsstätte in Zeugma gewesen, wo Studenten im Erdreich herumlöffeln und Einheimische den Dreck mit Schubkarren entsorgen. Ist schon erstaunlich, wie die Menschen im 3. Jahrhundert gelebt haben.

Wunderbare Mosaikböden, fließendes Wasser, geschlossene Abwasserkanäle, alles ein Zeichen einer vermögenden, kulturellen Gesellschaftsform.








Wenn man so durch die Türkei fährt, sieht man, dass dieses Niveau in großen Teilen der jetzigen Gesellschaft noch nicht wieder realisiert werden konnte.

Heute werden wir wohl mal nicht in einem Meer baden können. Wir sind ca. 50 km von der Syrischen Grenze entfernt, in Richtung Norden unterwegs. Wir waren uns ziemlich unsicher, ob wir hier entlang fahren wollten. Die Nähe der Grenze, die Massen von Flüchtlingen aus Syrien, der Krieg in 60 km Entfernung. Schon ein komisches Gefühl. Hier ganz normaler Alltag und 60 km von hier sterben Menschen durch einigen fanatische Verrückte. Wir hören hier philosophische Gedankengänge und Musik von CD und ein kleines Stück nach rechts (eine halbe Stunde mit dem Auto) krepieren Menschen. Man kommt ins Grübeln.

Hier in der Gegend sieht man immer wieder dicke Rauchschwaden aufsteigen, zum Glück nicht von Kriegsgefechten, sondern von Feldern, die abgebrannt werden, um sie zu düngen.

Nachdem wir in einem Lokanta in Cinar nördlich von Mardin Käsepide und Salat gegessen haben, suchen wir uns einen Schlafplatz am Fluss in aller Einsamkeit.

Mittwoch, 24. September 2014

Mittwoch 24.9. Gaziantep


Eigentlich wollten wir noch weiter in den Süden an einen anderen Strand, aber da dort die türkische Ölindustrie "wohnt" und der Strand sehr verdreckt ist, fahren wir weiter Richtung Osten. Das Wetter ist heute auch eher stürmisch und die Wolken hängen tief in den Bergen, die wir durchqueren. Also ist heute mal ein Museumsbesuch angesagt. In Gaziantep gibt es der Welt größtes Mosaikmuseum, das Zeugma Müze, das relativ gut erhaltene antike Mosaike aus dem 3.-5. Jhdt. vor allem aus Zeugma, einer Stadt hier in der Nähe, enthält. Die Stadt wurde 2000 durch ein Staudamm-Projekt des Euphrats geflutet, und vorher wurden noch die meisten Mosaike gerettet. Bernd hat jetzt schon die nächste Projektidee nach unserer Reise: ein Mosaik auf unserer Terrasse. Und einen neuen Haarschnitt!


Schlafen an einer Tankstelle neben  einem Restaurant, in dem wir vegetarisches Essen bekommen haben. Abends bringt uns der Besitzer noch einen heißen Tee ans Auto - total nett!



Dienstag 23.9. Tarsus

Nachdem wir morgens noch den letzten Blogeintrag online gestellt haben, geht es weiter in Richtung Osten. Vorbei an Mersin, wo ich mir eine katholische Kirche ansehe, und dann nach Tarsus, wo Paulus als Saulus geboren wurde. Dort hatte ich auch eine St.Pauls-Kirche im Führer entdeckt, die wir ansteuerten. Auf dem Gelände wurden wir von einem protestantischen Priester angesprochen, der uns viel über die politisch-gesellschaftliche Entwicklung in der Türkei erzählte. Plötzlich hörten wir vertrauten Gesang aus der Kirche. Eine Gruppe Deutscher feierte mit ihrem Pastor einen Gottesdienst. Wir setzten uns dazu und ich genoss es sehr und freute mich über den Zufall, dass gerade jetzt dort eine Messe stattfand und ich daran teilnehmen konnte.
Zum Schlafen zog es uns wieder ans Meer. In der Nähe von Yumurtalik fanden wir einen verlassenen Campingplatz. Es war nur noch ein Mann da, der uns erzählte, dass die Saison vorbei sei, aber wir dort umsonst stehen konnten. 
Ein vorerst letztes Mal baden wir im Meer. Allerdings sind dort Felsen hinter einer Sandbank im Wasser, sodass wir nicht weit herausschwimmen können.

Dienstag, 23. September 2014

Sonntag, 21.9. Am südlichsten Punkt der Türkei

Nach 160 km erreichen wir wieder das Mittelmeer nach einer überwältigenden Fahrt durch das Taurusgebirge, wo man alle 500 Meter anhalten könnte, um ein Foto zu machen. Dabei klettern wir mit dem Bus bis auf 1700 Meter hoch.
Heraus kommen wir im Bananenanbaugebiet der Türkei und fahren an Anamur, der südlichsten Stadt der Türkei, vorbei zum südlichsten Punkt, der antiken Stadt Anemurium, wo es zum einen Ruinen aus dem 5. Jht. zu besichtigen gibt, aber zum anderen auch einen tollen, sehr sauberen Kieselstrand mit so glatten Kieseln, dass man sich von den Wellen ans Ufer treiben lassen kann, ohne dass die Haut zerkratzt. Das Wasser ist klar, ziemlich warm, es weht nur ein heftiger Wind, sodass wir mit unserem Sonnenschirm wieder Probleme haben. Leider kann man nicht über Nacht dort bleiben. 
Brauchen sowieso noch etwas Verpflegung aus dem Supermarkt, übernachten dann ein paar Strände weiter, wo bis abends noch einige Jungen aus dem Dorf erfolglos versuchen, etwas zu angeln.

So etwas gibt es auch: Wir wurden zur Polizeikontrolle an den Straßenrand gewunken. Etwas misstrauisch waren wir, als dann der Gendarm zu seinem Wagen ging. Mit zwei Äpfeln kam er wieder, gab sie uns, wünschte uns eine gute Weiterfahrt und sagte "Auf Wiedersehen" und grinste dabei. Tesekküller! Danke!

Montag, 22. September 2014

Samstag, 20.9.

Der gestrige Tag hat noch ein kleines Nachspiel, denn bei über 100 km/h zittert das Lenkrad noch, sodass wir lieber eine Werkstatt anfahren. Die Verständigung ist schwierig. Der Monteur nimmt sich den Schlüssel und fährt erst mal los. Uns bleibt nichts weiter übrig als zu warten. Von einem Lehrling (vermutlich) wird uns Cay angeboten. Nach einer halben Stunde kommt er tatsächlich wieder. Die Reifen sind ausgewuchtet. Er hantiert noch ein bisschen unterm Wagen herum und überprüft alle Flüssigkeiten des Motors, erklärt uns auf Türkisch alles Mögliche, was wir uns irgendwie zusammenreimen und nachdem wir 100 TL (35 €) bezahlt haben, dürfen wir weiterfahren. Es ist auch alles wieder in Ordnung. Fahren durch das Taurus-Gebirge Richtung Süden.
Werden mit tollen Aussichten verwöhnt. Und schlafen heute tatsächlich ganz einsam an einem Stausee, in den uns der Navi hineinfahren lassen wollte.

Während es in den größeren Städten und den Touristengebieten scheinbar wenige interessiert wenn der Muezzin ruft, ist es hier im Innern der Türkei so, dass sobald der Muezzin beginnt, in Lokalen die laufende Musik ausgeschaltet oder der Fernseher leise gestellt wird.

Montag 22.9.

Gegen 6:30 gucke ich mir den Sonnenaufgang über dem Meer an, während Bernd noch schläft. Schlafe danach aber auch noch mal ein. Starten nach Schwimmen im klaren Wasser und ausgiebigen Frühstück mit Nescafé, Brot und Melone in Richtung Osten. Die Straße führt kurvig in die Berge an der Küste entlang, ein Teil einer Schnellstraße ist schon ausgebaut, an anderer Stelle sind Arbeiter dabei, Tunnel dafür vorzubereiten. Gegen 11:00 Uhr finden wir vor der Stadt Silifke einen schönen Campingplatz mit eigener Bucht und WLAN. Hier wollen wir erst mal bleiben und mal wieder den Blog auf den neuesten Stand bringen.