Donnerstag, 9. Oktober 2014

Sa 4.10. Opferfest (Id al-adha)




Grandiose Bergwelten auf dem Weg nach Uzungöl kennengelernt. Pässe die so 2400 - 2500 Meter hoch waren. 
Serpentinen von karger Höhenlage bis zu wundervollen Wald- und Wiesenlagen gesehen. Indian Summer in der Türkei! Wir waren überwältigt von den uns gezeigten schönen Naturdarstellungen. Und wir sind dankbar, dass wir das alles erleben dürfen.









Es zeigte sich hier: der Weg ist das Ziel. Denn das Ziel, der Uzungöl, war nicht so ursprünglich, wie wir ihn uns vorgestellt hatten.









Er ist ein regelrechter Touristenmagnet und es gibt eine Menge Hotels und Souvenirshops hier. Da heute ein islamischer Feiertag, das Opferfest, ist, wimmelt es hier von Menschen und die Hotels sind fast ausgebucht und verlangen horrende Preise. Man sieht sehr viele Frauen in Burkas, was mich (Theresia) sehr stört. Irgendwie wirken sie auf mich beängstigend und gruselig.

So wird unser Plan, etwas länger am Uzungöl zu bleiben, wieder umgestoßen und wir fahren weiter, bis wir wieder in Trabzon sind. Dort finden wir ein bezahlbares, aber auch nicht sonderlich attraktives Hostel. Es gibt dort Internet, aber nicht sehr beständig. 

Samstag, 4. Oktober 2014

Fr 3.10. Kloster Sümela, Zigana-Pass, Tropfsteinhöhle

Der Besuch des Berghangklosters Sümela war interessant, aber auch bedrückend, denn durch die unterschiedlichen Herrscher, die das Kloster jeweils für sich annektierten, sind viele der schönen ursprünglichen Wandbilder aus dem 6. Jhdt, die jeweils Szenen aus der Bibel darstellen, zerstört worden. Den Rest gaben dann wohl noch Besucher heutiger Zeit, die ihre Namen neben und über die Bilder setzten. Inzwischen wird 
 


darauf hingewiesen, dass es verboten ist, Graffitis dort anzubringen.

Nach dem Kloster sind wir wieder Richtung Süden eingebogen und über hunderttausend Serpentinen auf 1800 Meter Höhe geklettert. Zuletzt waren wir den dunkelgrauen Wolken zum Anfassen nahe. Gleich nach dem Zigana-Pass kam der 2 Kilometer lange Zigana-Tunnel. Was waren wir erstaunt  - Sonne satt. Nach ein paar hundert Metern haben wir erst einmal einen Sonnenhalt eingelegt. 

Die Sonne hat uns den ganzen Tag begleitet.


Spontan sind wir einem Hinweisschild folgend von der Straße abgebogen, um zur Karaca Magarasina zu gelangen, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Es ging nur einige km 


bergauf. Dort haben wir einen Spanier aus Granada getroffen, der uns erzählte, dass er unterwegs sei, um Indien einen Besuch abzustatten - welch ein Zufall, we too. Wir unterhielten uns auf Englisch. Allerdings war er in einer Art "Work and Travel" unterwegs, per Pedes. Der hat uns auf die Tropfsteinhöhle aufmerksam gemacht, die sich hinter "Karaca Magarasina" verbirgt und die ganz wundervoll sein soll.  
Ich (Bernd) hab mich überreden lassen, mit in die Tropfsteinhöhle zu kommen. Schon der Eingang, nicht allzu hoch, eher niedrig zu nennen, hat mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Glücklicherweise erweiterte es sich schnell. Die Höhle war nett und wie so eine Höhle eben so ist, überall standen Stalagmiten herum und von der Decke hingen völlig unsortiert Stalagtiten herunter. Dieselben waren in bunten Farben angestrahlt - mir wurde übel, nicht von den angestrahltenTropfsteinen sondern von der Enge und der mir über dem Kopf hängenden Höhlendecke mit zugehörigem Berg darauf. Ich bekam Schweißausbrüche und Beklemmungen. 8 Minuten habe ich es dann doch aushalten können - bin richtig stolz, dass ich mich dazu durchringen konnte. Die 8 TL und dann durfte man nicht mal einen Fotoapparat mit hinein nehmen, fand ich dann doch etwas übertrieben, für 8 Minuten. Im Nachhinein haben wir dann festgestellt das der Spanier die Höhlen von Nerja nicht kannte, die ich als viel größere und schönere Höhlen in Erinnerung habe.

Als wir in Bayburt ankamen, wurde dort gerade Wochenmarkt gehalten. Das ließen wir uns nicht entgehen. Ruchzuck Parkplatz gesucht und gefunden und ab auf den Markt. Ein bisschen Marktleben mit der Kamera eingefangen, 



dann noch kurz einen Halt bei Bäcker, und weiter ging es Richtung Norden in Richtung Uzungöl (Langer See).


Do 2.10. Ayder, Trabzon

Heute ging's zum anderen Tipp des Hotel Manager: das Dorf Ayder im Kackar Gebirge. Erstmal wieder zurück zur Küste, dann wieder an einem wilden Fluss entlang ins Gebirge! Vorbei an Rafting-Anbietern, bis auf 1200 m. Ayder ist eine Alm und ein Skilaufgebiet in einem Nationalpark, wo man eigentlich auch Eintritt zahlt. Aber da wir früh da waren, kamen wir noch kostenlos rein. Viele Souvenirshops und Anbieter örtlicher Waren wie Honig, aber auch Wollkleidung, denn dort oben war es schon relativ kalt. Die Strecke war nicht ganz so schön wie gestern.
Zweite Etappe war die Großstadt Trabzon, wieder an der Küste, wo wir die Hagia Sofia, eine Byzantinische Kirche, die seit kurzem wieder als Moschee genutzt wird, besuchten.
Aussen


Deckenfresco

Schlafen auf dem Weg zu einem Berghangkloster im Gebirge. 

Mi 1.10. Mencuna Wasserfall

Unser Hotel-Manager (mit Defender) gab uns den Tipp, zum Mencuna-Waterfall zu fahren, der nur 20 km von Hopa entfernt ist. Schöne Offroad-Strecke. Die erste Straße dahin war gesperrt wegen Baustelle, also mussten wir umdrehen und die andere Straße nehmen, die auch offroadiger war: schmal, unbefestigt. Immer wenn ein Auto entgegen kam, musste er oder wir ein Stück zurück fahren, bis man an eine Stelle kam, die breit genug für beide Autos war. Einmal hing eine Stromleitung so weit herunter, dass wir Angst um die Fernlichter hatten, die auf unserem Autodach befestigt sind. Aber wir machten Fotos ohne Ende, denn von allen Seiten floss Wasser nach unten in den reißenden Fluss. 
Der letzte Kilometer bestand nur noch aus Schotter und war teilweise von Steinhaufen übersät oder am Rand abgebrochen. Aber Bernd wollte immer weiter. Bis es irgendwann gar nicht mehr ging und wir dann das vermeintlich letzte Stück zu Fuß nahmen, auch über die "Great Barrier", wie wir den Steinhaufen tauften.
Aber der Wasserfall kam und kam nicht. Also kehrten wir wieder um, erreichten unseren Bus und fuhren zu der Stelle zurück, wo es eine Hängebrücke zum Wasserfall gab.  Das war dann nochmal ein Fußweg nach oben von ca 20 Minuten.







 Und dann sahen wir ihn endlich. 


Es gab zwei Restaurants in der Nähe des Wasserfalls, die aber beide nicht geöffnet hatten. Da es schon dunkel wurde, schliefen wir trotzdem dort, allerdings mal ohne Abendbrot (aber wir hatten noch Kekse und Schoki)

Dienstag, 30. September 2014

Di 30.09 Es wellt

Wir sind am Schwarzen Meer angekommen, das Wetter ist sehr nass. Das Meer ein bißchen unruhig. Eigentlich wollten wir baden gehen, haben dann aber doch unsere Badesachen im Hotel vergessen.

Fr 26.9. Am Van-See

Nachts war es ziemlich kalt, sodass ich das Fenster schloss und eine Jacke anziehen musste. Frühstück am Bus. Dann in Richtung Van gefahren.
Am Van See besuchten wir eine alte armenische Kirche auf einer Insel.
Gegenüber gab es ein Restaurant mit Campingplatz, aber da die Saison eigentlich vorbei ist, ließ der Chef uns da unentgeltlich schlafen und die Duschen benutzen.

Dann abends im Lokal gespeist - Theresia unschuldige kleine Fische und ich meine tägliche Ration an Tomaten und Gurken mit ein wenig Reis und Joghurt. Und wie der Teufel es will eben noch im Netz gesurft und dann saßen wir im Dunkeln - mitten beim Essen. Der Chef kam noch dazu und unterhielt sich mit uns auf deutsch, englisch und türkisch, u.a. über die Kurden, denn er selbst war Kurde. Er schenkte uns armenischen Wein ein, ließ sich von einem Angestellten seine Pantoffeln holen. Mittlerweile war auch der Strom wieder da und wir konnten noch ein wenig weiter surfen. 

Montag, 29. September 2014

27. - 28.9. Ararat

Ararat
Sa: Durch Van sind wir einfach durchgefahren, schien uns nicht so interessant. Der nächste Ort, schon an der Grenze zu Armenien, war Dogubayazit. Von dort kann man erstens den schneebedeckten Ararat sehen, auf dem Noah mit seiner Arche gestrandet sein soll. Beeindruckend! Zweitens gab es dort einen Palast aus dem 18. Jht., den Ishak Pascha Palast, der aber für unsre Verhältnisse nicht sehr gut erhalten ist.
Palast des Ishak Pascha
In D. trinken wir noch einen Kaffee und teilen uns einen leckeren Schokopuddingkuchen. Dann fahren wir weiter Richtung Norden, den Ararat immer im Blick. Bis wir zu einer Tanke kommen, bei der wir anfragen, ob wir dort schlafen können - kein Problem! Die Männer sind sehr freundlich, es gibt Cay und Äpfel und Konversation auf dengtürkisch.

So: Das Wetter ist bescheiden, nur wenig blauer Himmel, meistens Regen, mal mehr, mal weniger.
Ani: alte Ruinenstadt an armenischer Grenze, durch die man in einer Stunde durchtapert.



Cathedral
Church of St. Gregory


Nach Armenien trauen wir uns nicht, weil es dann vielleicht Verzögerungen bei der Indien-Fracht geben könnte, wenn die Kopie des Passes nicht mehr dem Original entspricht. Obwohl Jeriwan uns schon reizt.
Grenzfluß Türkei - Armenien
100 Km die gleiche Aussicht
Fahren, fahren, fahren, zuerst durch ziemlich karge, bergige Gegend, ab Ardahan kommen wir in bergige Gegend, die viel grüner und bewaldeter wird und etwas an Schwarzwald erinnert.
Gegen 17:30 halten wir an Restaurant, wo wir auch schlafen können, kurz vor Artvin. Es gibt leckere Bohnen-Tomatensuppe und Salat. Und WC.